Das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom (OSAS) ist eine Schlafstörung, die zu Atemaussetzern im Schlaf führt. Diese Atemaussetzer werden durch eine Verengung oder einen Verschluss der oberen Atemwege verursacht. Die Erkrankung tritt häufiger bei Männern auf, und bei Frauen bleibt die Diagnose oft unbemerkt. In diesem Blogbeitrag erfahren Sie, wie sich OSAS auf Frauen auswirkt, was die Ursachen sind und warum eine Behandlung so wichtig ist.
Schlafapnoe bei Frauen
Studien zufolge leiden weltweit schätzungsweise 425 Millionen Erwachsene zwischen 30 und 69 Jahren an mittelschwerer bis schwerer Schlafapnoe. Damit zählt sie zu den häufigsten Schlafstörungen. Die Erkrankung äußert sich bei Frauen anders als bei Männern, bedingt durch Unterschiede in der Fettverteilung, der Struktur und Länge der oberen Atemwege, der Reaktion auf Reize und hormonellen Unterschieden.
Da Schlafapnoe bei Frauen oft unbemerkt bleibt, kann sie schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben. Die Diagnose gestaltet sich schwieriger, da Symptome und Ursachen bei Frauen mitunter unterschiedlich sein können.
Symptome der Schlafapnoe bei Frauen
Wie erkennt man Schlafapnoe bei Frauen? Folgende Symptome können auftreten:
Morgendliche Kopfschmerzen
Schlaflosigkeit
Tagesmüdigkeit
Stimmungsschwankungen
Lautes Schnarchen
Halluzinationen
Unruhige Beine
Ich wache keuchend auf.
Kurzatmigkeit
Nachtschweiß
Angstzustände und Depressionen
Gedächtnisverlust
Zähneknirschen
Erstickungsgefühl im Schlaf
Häufiges nächtliches Wasserlassen
Studien belegen, dass Schnarchen eines der wichtigsten Anzeichen für Schlafapnoe ist. Viele Frauen versuchen, ihr Schnarchen zu verbergen, was die Diagnose erschwert und die Behandlung verzögert. Darüber hinaus zeigen Untersuchungen, dass Frauen mittleren Alters mit niedrigem Östrogen- und Progesteronspiegel häufiger schnarchen und Symptome einer obstruktiven Schlafapnoe (OSAS) aufweisen als jüngere Frauen.
Was erhöht das Risiko einer Schlafapnoe bei Frauen?
Viele Frauen haben aufgrund anatomischer Unterschiede, ihres Lebensstils und ihrer genetischen Veranlagung ein erhöhtes Risiko, an Schlafapnoe zu erkranken. Zu den Risikofaktoren zählen:
Metabolisches Syndrom: Adipositas ist häufig ein Bestandteil des metabolischen Syndroms. Das metabolische Syndrom und die damit einhergehende Entzündung können zu Veränderungen der oberen Atemwege beitragen und das Risiko einer obstruktiven Schlafapnoe (OSA) erhöhen.
Genetik: Frauen mit einer familiären Vorbelastung für obstruktive Schlafapnoe (OSAS) oder anatomischen Besonderheiten wie verengten Atemwegen, einer Nasenscheidewandverkrümmung oder vergrößerten Mandeln haben möglicherweise ein erhöhtes Risiko. Auch die Fettverteilung kann eine Rolle spielen und die Wahrscheinlichkeit einer Atemwegsverengung im Schlaf erhöhen.
Alter: Hormonelle Veränderungen bei Frauen tragen zu OSAS bei, weshalb Frauen diese Erkrankung oft erst später im Leben entwickeln, häufig während oder nach den Wechseljahren.
Hormonspiegel: Ein hormonelles Ungleichgewicht kann das Risiko einer Schlafapnoe erhöhen.
Lebensstil: Alkoholkonsum, Rauchen und zu wenig Bewegung können allesamt zu einem erhöhten Risiko für diese Erkrankung beitragen.
Haben Sie Symptome oder Risikofaktoren für OSAS? Dann ist es wichtig herauszufinden, ob Sie an dieser Erkrankung leiden.
Behandlung der Schlafapnoe bei Frauen
Es gibt verschiedene Schweregrade der obstruktiven Schlafapnoe (OSAS), von leicht bis schwer. Je nach Schweregrad und individueller Veranlagung stehen verschiedene Behandlungsmethoden zur Verfügung:
CPAP-Therapie: Die kontinuierliche Überdruckbeatmung (CPAP) ist die am häufigsten angewandte Behandlungsmethode. Bei dieser Therapie werden ein CPAP-Gerät, eine Maske und ein Schlauch verwendet. Während des Schlafs wird dem Patienten kontinuierlich Druckluft in die Atemwege geleitet. Dadurch bleiben die Atemwege im Schlaf offen und Atemaussetzer werden verhindert. Weitere Informationen zur CPAP-Therapie finden Sie hier:CPAP-Therapie
MRA (Mandibuläre Repositionierungsapparatur): MRA-Geräte sind Mundschienen gegen Schlafapnoe und Schnarchen. Sie ziehen den Unterkiefer sanft nach vorne, um eine Blockierung der Atemwege zu verhindern. Diese Behandlungsmethode eignet sich am besten für Menschen mit leichter obstruktiver Schlafapnoe (OSAS).
Lagerungstherapie: Diese Behandlungsmethode ist wirksam bei lageabhängiger obstruktiver Schlafapnoe und regt den Patienten dazu an, auf der Seite zu schlafen. Das Schlafen auf der Seite trägt dazu bei, die Atemwege offen zu halten, indem verhindert wird, dass die Zunge nach hinten fällt.
Lebensstiländerungen: Patienten wird häufig empfohlen, zusätzlich zur Behandlung ihren Lebensstil zu ändern. Dies kann beispielsweise häufigere Bewegung, reduzierter Alkoholkonsum und das Aufgeben des Rauchens umfassen.
Eine Behandlung ist für Menschen mit OSAS unerlässlich, da unbehandeltes OSAS zu anderen Gesundheitsproblemen führen kann.
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